News-Ticker zur Corona-Pandemie

71 Klagen am Landgericht München gegen Versicherungen - Wien zu Risikogebiet erklärt

Gerichtssaal Symbolbild
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (16. September) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:


  • Bislang infizierte Personen: Rosenheim 3168, Traunstein 1425, Berchtesgadener Land 416, Mühldorf 632, Altötting 748
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9368 Todesfälle in Deutschland (2643 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Fallzahlen im Überblick:


Update, 21.18 Uhr - Insgesamt 71 Klagen am Münchener Landgericht gegen Versicherungen - Keine Zahlungen bei Pandemie-Geschehen

In München werden mehrere Corona-Zivilprozesse von bundesweitem Interesse für Versicherungen und ihre Firmenkunden ausgefochten: Das Landgericht in der Landeshauptstadt hat nach zahlreichen Klagen gegen zahlungsunwillige Versicherer am Donnerstag (12.00 Uhr) den ersten Verkündungstermin angesetzt, anschließend werden drei neue Klagen verhandelt. Die Versicherer lehnen Zahlungen an Kunden ab, deren Betriebe im Frühjahr von den Behörden geschlossen wurden und nun Geld fordern, weil sie Versicherungen gegen Betriebsschließungen abgeschlossen hatten.

Den Verkündungstermin angesetzt hat die Kammer für die Klage einer Kindertagesstätte gegen die Haftpflichtkasse Darmstadt. Verkündung bedeutet nicht unbedingt Urteil: Das Gericht könnte sich auch darauf beschränken, Kläger und Beklagte über den weiteren Fortgang des Verfahrens zu informieren.

Die Verfahren sind Teil einer bundesweiten Prozesswelle, allein am Münchner Landgericht sind mittlerweile 71 entsprechende Klagen gegen Versicherungen eingegangen. Die meisten Kläger sind Gastronomen. Der rechtliche Hintergrund: Viele Unternehmen sind gegen Betriebsschließung versichert, doch sind Pandemien in manchen Standardpolicen nicht abgedeckt. In anderen Policen sind Pandemien zwar versichert, aber auch das bedeutet nicht, dass eine Versicherung zwangsläufig für coronabedingte Betriebsschließungen einspringen müsste.

Die Vorsitzende Richterin hatte im Juli bereits klar gestellt, dass sich die einzelnen Fälle nicht pauschal beurteilen lassen.

Update, 19.48 Uhr - Wien als Risikogebiet ausgerufen - Neuer Schlag für den Stadttourismus

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung die österreichische Hauptstadt Wien zum Risikogebiet erklärt. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, in der nun auch das Bundesland Wien als einziges Risikogebiet in Österreich aufgeführt wird.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Meist folgt kurz nach der Einstufung als Risikogebiet eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Eine Reisewarnung geht dabei weiter: Sie ist zwar kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Vor diesem Hintergrund ist die neue Einschätzung aus Berlin ein heftiger Schlag für den für Wien wichtigen und ohnehin angeschlagenen Stadttourismus. Als Folge der Corona-Krise hatte beispielsweise das Traditionshotel Sacher am Dienstag an seinen Standorten in Wien und Salzburg 140 Mitarbeitern gekündigt. Allein in Wien sind 105 Beschäftigte betroffen. „Dramatischer kann eine Situation nicht sein“, sagte Sacher-Chef Matthias Winkler. Der Umsatz bei Sacher werde 2020 bei nur 25 Prozent des Vorjahres (rund 100 Millionen Euro) liegen. Im nächsten Jahr würden es „vielleicht 30 bis 35 Prozent“, so Winkler. Er rechne damit, dass der internationale Tourismus vier bis Jahre brauchen werde, um sich wieder zu erholen.

Vor allem Feiern im Familien- oder Freundeskreis sind nach Ansicht von Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) für die anhaltend hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in der gesamten Alpenrepublik verantwortlich. Das Land befinde sich in einer entscheidenden Phase, sagte Anschober am Mittwoch.

Die Prognosen gingen deutlich auseinander. Die eher positive Variante sage ein tägliches Plus von etwa 650 Fällen voraus, pessimistischere Varianten gingen von 1500 täglichen Neuinfektionen aus. Am Mittwoch wurden 768 neue Fälle verzeichnet. Auch die Zahl der belegten Krankenhausbetten beginne spürbar zu steigen, sagte Anschober.

Mit dieser Entwicklung liegt Österreich deutlich über dem Trend in Deutschland. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner sind die Infektionszahlen in Österreich gut drei Mal höher. 3600 der derzeit rund 6600 aktiven Fälle in Österreich werden aus Wien gemeldet. Die Schweiz hatte die österreichische Hauptstadt daher bereits auf die Liste der Risikogebiete gesetzt.

Update, 19.15 Uhr - Panne in Vilshofener Klinik hat zu mehr als 30 Corona-Infektionen geführt

Obwohl zwei Patienten Corona-Symptome hatten, wurden sie im Krankenhaus Vilshofen in Mehrbettzimmern untergebracht. Erst nachdem Tests eine Infektion nachwiesen, habe man beide Patienten isoliert, hieß es in einer Mitteilung des Krankenhauses am vergangenen Sonntag. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich scheinbar niemand angesteckt.

Wie nun aber bekannt wurde, war eine der Infizierten Personen die Großmutter einer Braut, deren Hochzeit am 6. September stattfand. Dies berichtet die PnP. Weiter heißt es, dass sie wegen der fehlenden Isolation und nicht durchgeführten Testung trotz vorliegender Symptome ihre Enkelin nicht auf die potentielle Gefahr hinwies. So kam es zu der Feier, in Folge derer nun mehrere Familienangehörige positiv getestet wurden.

Gegenüber der PnP äußerte sich der Brautvater: „Hätten wir das Ergebnis vorher gehabt, hätten wir die Hochzeit natürlich abgeblasen.“ Nun hat sich das Gesundheitsamt eingeschaltet und ermittelt alle eventuellen Kontaktpersonen. Im Umfeld der Familie haben sich laut dem Brautvater bisher 16 Personen angesteckt. Auch das Brautpaar sei nun infiziert.

Seitens des in der Kritik stehenden Krankenhauses Vilshofen wurde bereits am Wochenende über den Vorfall informiert. Hierbei wurde der Vorfall sehr bedauert.

Update, 18.25 Uhr - Wieder Corona-Vorfall an bayerischem Klinikum - dieses mal in Deggendorf

Am Donauisar-Klinikum Deggendorf haben sich sechs Patienten und ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, werden keine neuen Patienten auf die betroffene Station verlegt. Die infizierten Patienten werden auf der Corona-Station betreut, der Mitarbeiter ist in Quarantäne, wie die Klinikleitung am Mittwoch mitteilte. „Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen bei den Patienten keine gravierenden Gesundheitsgefahren aufgrund der Infektion.“

Nun würden alle Mitarbeiter und Patienten, die Kontakt zu den Infizierten hatten, regelmäßig getestet. „Die Hygienemaßnahmen sind im ganzen Haus nochmals verschärft worden, um eine größere Sicherheit zu erreichen.“ Auch gebe es insgesamt mehr Testungen auf das Virus Sars-CoV-2. Zu den Vorsichtsmaßnahmen gehört auch, dass die infizierten Patienten keinen Besuch mehr erhalten dürfen. In allen anderen Bereichen des Krankenhauses wurden die Besuche auf ein Mindestmaß reduziert.

Update, 17.30 Uhr - Bayerisches AfD-Bundestagsmitglied positiv auf Coronavirus getestet

Ein Mitglied der AfD-Fraktion im Bundestag soll positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Das berichtet das Team von WDR Investigativ. So habe der aus Bayern stammende Bundestagsabgeordnete seit 12. September an den für das Coronavirus üblichen Symptomen gelitten.

Ein Test fiel positiv aus. Auf der an die Bundestagsverwaltung geschickten Kontaktliste des AfD-Mitglieds stehen nach Angaben des WDR 27 Namen. Darunter seien acht Bundestagsmitglieder. Zehn Betroffene würden aktuell unter Quarantäne stehen.

Update, 17.10 Uhr - Drei Neuinfektionen im Raum Traunstein, zwei im Landkreis Altötting

Wie das Gesundheitsamt Traunstein in einer Pressemitteilung verlauten ließ, sind im Raum Traunstein drei weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut der Behörde liegen somit Stand 16. September 31 aktive Corona-Fälle vor. 

Dem aktuellen medizinischen Ermittlungsstand zufolge handelt es sich dabei um zwei Reiserückkehrer, beide aus einem Risikogebiet. Es liegen somit insgesamt 1.425 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1.306 Personen (zwei Personen mehr seit der Meldung am 15. September).

Im Raum Altötting wurden zwei Personen positiv getestet. Damit sind insgesamt 748 Fälle von Coronavirus im Landkreis nachgewiesen worden.

Update, 16.22 Uhr - Nach Corona-Ausbruch werden Ermittlungen gegen Arzt geprüft

Nach einem Corona-Ausbruch, der auf einen Arzt im Landkreis Deggendorf zurückgehen könnte, prüft die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Mann. Als mögliche Straftat komme unter anderem fahrlässige Körperverletzung in Betracht, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Die Entscheidung darüber werde bis Ende der Woche fallen.

Weil er trotz Krankheitssymptomen weiter behandelt haben soll, könnte der Arzt für mehrere Corona-Neuinfektionen verantwortlich sein. Nach dem Ausbruch standen am Mittwoch (19. September) 275 Menschen unter Quarantäne, fünf Kontaktpersonen des Mediziners waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. An dieser Zahl habe sich bis zum Mittwoch «zum Glück» nichts geändert, sagte ein Sprecher des Landratsamtes

Update, 15.46 Uhr - Corona-Ausbruch in Garmisch: Auch US-Armee untersucht den Fall

Nach mehreren Corona-Fällen im Bereich der US-Streitkräfte in Garmisch-Partenkirchen untersucht auch die US-Armee den Fall. „Es gibt eine Untersuchung der Umstände durch die US-Armee“, sagte ein Sprecher der US-Streitkräfte in Bayern am Mittwoch. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.

Hintergrund ist der Fall einer infizierten 26-jährigen Amerikanerin, die in dem Hotel „Edelweiss Lodge“ der US-Streitkräfte für Soldaten und deren Familien arbeitete. In der „Edelweiss Lodge“ gab es nach Angaben des Landratsamtes vom Dienstag insgesamt 25 bestätigte Corona-Infektionen. Ob die Frau die erste Infizierte war, ist aber offen. Das Hotel wurde bereits am Montag für zwei Wochen geschlossen.

Seit Montag ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen die 26-Jährige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Sie war vergangene Woche trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage durch Bars in der Marktgemeinde am Fuß der Zugspitze gezogen. Ihr droht womöglich auch ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen Quarantäneauflagen.

Hunderte Menschen hatten sich daraufhin auf das Corona-Virus testen lassen, von rund 740 Tests waren aber nur drei positiv. Bei den Betroffenen gibt es eine Verbindung zu der Frau: Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Bar, in der die 26-Jährige unterwegs war, sowie um zwei Gäste eines anderen Pubs, die zur selben Zeit wie die Frau dort waren.

Update, 15.06 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern drei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Zwei Personen befanden sich bereits als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne und wurden nunmehr Corona-positiv abgestrichen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land erhöht sich somit auf 416 (Meldestand: 16. September, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 11,3.

Von den insgesamt 416 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 373 Personen wieder genesen (mehr im Vergleich zur letzten Meldung) und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 18 SARS-CoV-2-Infizierte (zwei mehr im Vergleich zu gestern).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 111 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (13 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 1.110 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (gleichbleibend im Vergleich zur letzten Meldung).

Update, 14.35 Uhr - FC Bayern bereitet sich auf Bundesliga-Eröffnungsspiel mit Fans vor

Der deutsche Meister FC Bayern München bereitet sich nach dpa-Informationen auf ein Bundesliga-Eröffnungsspiel gegen den FC Schalke 04 vor Publikum vor. Die Bundesländer hatten sich am Dienstag auf einheitliche Regeln zu einer Rückkehr von Fans geeinigt. Die Grenze liegt bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität. Das wären am Freitagabend (20.30 Uhr) in der Allianz Arena 14.000 bis 15.000 Zuschauer, je nachdem wie die normalerweise übliche Zahl der Stehplätze berücksichtigt würde.

Im Weg stehen noch einige Kriterien, die aber rechtzeitig beseitigt werden könnten. In der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) des Freistaates steht noch der Passus, wonach Profifußball vor Zuschauern verboten ist. Die neuen Regeln auch zum Fußball werden aber noch am Mittwoch in die Verordnung aufgenommen und gelten dann von Donnerstag an und damit rechtzeitig vor der Partie.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Mittwoch, man stehe im Austausch mit der Stadt München, aber auch mit weiteren Städten wie Nürnberg, Augsburg und Würzburg. Vielleicht finde man ein Modell mit etwas weniger Zuschauern als am Dienstag zwischen den Ländern vereinbart, um Spiele vor Fans zu ermöglichen, sagte er nach Teilnehmerangaben in einer Rede auf der CSU-Fraktionsklausur im Landtag. Es sei aktuell aber noch keine Entscheidung getroffen.

Ein Problem in München ist, dass sich derzeit viele Menschen in der Landeshauptstadt mit dem Coronavirus anstecken. Der Inzidenzwert für sieben Tage pro 100.000 Einwohner lag am Dienstag bei 40,09. Laut Länderbeschluss soll «in der Regel» keine Zulassung von Zuschauern erfolgen, wenn diese sogenannte 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner «am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist». Söder deutete nun an, vielleicht finde man ein Modell, dass man dann eben weniger Zuschauer als die vereinbarten 20 Prozent zulasse.

Der FC Bayern sieht sich organisatorisch gewappnet, um auch kurzfristig bis zum Freitag ein Spiel mit Zuschauern unter den bestehenden Hygienevorgaben durchzuführen. «Wir sind jederzeit in der Lage dazu», hieß es am Mittwoch aus dem Verein. Die Allianz Arena bietet mit einer modernen Infrastruktur, vielen Zugängen zu den Tribünen, zahlreichen Parkflächen und der Lage direkt an einem Autobahnkreuz beste Ablaufmöglichkeiten, auch zur hauptsächlichen Anreise der Fans mit Autos und Reisebussen.

Update, 13.54 Uhr - Bund will Wien nach Medienberichten zum Risikogebiet erklären

Wie die BILD aus deutschen Regierungskreisen erfahren haben will, soll die österreichische Hauptstadt Wien noch am heutigen Mittwochnachmittag (16. September) zum Risikogebiet erklärt werden.

Auch die österreichischen NachrichtenmedienDer Standard“ und „oe24.at“ hatten zuvor übereinstimmend über die Deklarierung von Wien als Risikogebiet berichtet. oe24.at zitiert aus Diplomatenkreisen: „Seit dem 5. September liegen deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner vor, daher sehen wir uns zum Handeln gezwungen.“

Von insgesamt rund 6.700 aktiven Corona-Fällen belaufen sich satte 3.600 auf Wien. Die Corona-Ampel steht für die Donaumetropole mittlerweile auf Orange. Das bedeutet hohes Risiko.

Update, 12.54 Uhr - Erneute Quarantäne in Ankerzentrum Geldersheim

Schon zum zweiten Mal steht das Ankerzentrum im unterfränkischen Geldersheim unter Quarantäne. Zwei Bewohner seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, daraufhin habe das Gesundheitsamt Schweinfurt die Maßnahme festgesetzt, erklärte die Regierung von Unterfranken an Dienstag. Bis Mittwochabend sollen nun alle Bewohner getestet werden. Derzeit sei die Einrichtung mit 654 Personen gut zur Hälfte belegt.

Die Lage im Ankerzentrum sei ruhig, Versorgung und Kontrolle seien gesichert, betonte die Regierung von Unterfranken. Zudem gelte ein Aufnahme- und Verlegungsstopp. Die Behörden hatten das Ankerzentrum im März erstmals unter Quarantäne gestellt. Damals wurden 139 Bewohner und 19 in der Einrichtung beschäftigte Personen positiv getestet. Die Quarantäne dauerte damals bis Ende Mai.

Update, 12.25 Uhr - Aktuelle Corona-Zahlen aus dem Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung von gestern, dem 15. September keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 16. September 2020, 8 Uhr). 

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt, bei 11,2. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 11 aktive Fälle, davon wird keiner stationär behandelt.

Update, 11.19 Uhr - Mann benutzt Schlange im Bus als „Corona-Maske“

Ein Mann in Manchester hat sich eine große Schlange offenbar als Ersatz für eine Corona-Maske in einem Bus um den Kopf gewickelt. Der Fahrgast war mit dem Reptil um Nacken und Mund im Großraum der britischen Stadt Manchester unterwegs. „Nicht einer hat auch nur mit der Wimper gezuckt“, berichtete eine Frau der Nachrichtenagentur PA. Sie selbst habe das lustig gefunden.

Später schlängelte sich das Tier beim dem Vorfall am Montag auch noch über eine Stange im Bus.
In den öffentlichen Verkehrsmitteln in England besteht Maskenpflicht. Bei wem es sich um den Mann handelte, war am Mittwoch noch unklar.

Ein Sprecher der Verkehrsbehörde in Manchester reagierte humorvoll: Als Ersatz für richtige Masken würden Tücher und Schals akzeptiert, nicht aber Schlangenhaut - „vor allem nicht, wenn sie noch an der Schlange befestigt ist“. Ein Sprecher des Busunternehmens fand den Vorfall dagegen überhaupt nicht lustig: „Die Sicherheit unserer Kunden und Angestellten hat absolute Priorität. Wir sind schockiert über die Berichte und nehmen sie sehr ernst.“

Update, 10.23 Uhr - Von der Leyen fordert Europäische Gesundheitsunion

Infolge der Corona-Pandemie hat EU-Kommissionschefin von der Leyen sich für eine Europäische Gesundheitsunion ausgesprochen. Sie forderte mehr Macht und mehr Geld für die EU in Gesundheitsfragen. Man müsse dafür sorgen, dass die EU für künftige Krisen besser gewappnet sei und auf grenzübergreifende Gesundheitsgefahren reagieren könne. Konkret schlug die Kommissionschefin eine neue EU-Agentur für biomedizinische Forschung und Entwicklung vor.

Von der Leyen würdigte erneut die Leistungen vor allem von Ärzten und Pflegern in der Corona-Krise und bekräftigte, dass Europa nach anfänglichem Egoismus den Wert der Gemeinsamkeiten wiederentdeckt habe.

Update, 9.42 Uhr - NRW stellt Regeln für Bordelle auf: Nach dem Sex 15 Minuten lüften

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat in der überarbeiteten Anlage zur Coronaschutzverordnung Regeln für Bordelle und Prostituierte aufgestellt. Das Land schreibt in der Coronaschutz unter anderem vor, dass nur „Einzelkontakte“ angeboten werden dürfen: „Andere Personen dürfen sich während der Erbringung der sexuellen Dienstleistung nicht im Raum befinden.“ Auch sei das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im Kontakt zwischen Kunden und Prostituierten „ab der Kontaktaufnahme zwingend und konsequent geboten“.

Umfangreich sind auch die Regelungen, die für die Zeit direkt nach dem Kundenkontakt gelten. Etwa müssen die Räume, in denen sexuelle Dienstleistung erbracht wurden, für 15 Minuten gelüftet werden. Zudem wird beiden Seiten auferlegt, sich vorher und nachher die Hände zu waschen, beziehungsweise zu desinfizieren.

Update, 8.23 Uhr - Katharina Wagner „vollständig genesen“ zurück in Bayreuth

Die Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner nimmt nach längerer Krankheit ihre Arbeit im Festspielhaus wieder auf. Sie sei „vollständig genesen“ bestätigte die 42-Jährige der „Passauer Neuen Presse“. Nun wolle sie sich unter strengen Corona-Schutzvorkehrungen der Vorbereitung der Festspiele im kommenden Jahr widmen, zitierte die Zeitung die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner. Nach Ende des Betriebsurlaubs bei den Bayreuther Festspielen kehre sie am kommenden Montag zurück.

Wagner habe nach eigenen Angaben sechs Wochen lang im Koma gelegen, berichtete die Zeitung. Am Universitätsklinikum Regensburg habe man ihr „Leben gerettet“, wird sie zitiert. Ein Reha-Aufenthalt in Oberbayern sei abgeschlossen. Ende April hatten die Bayreuther Festspiele mitgeteilt, dass Wagner „längerfristig erkrankt“ sei. Von einem mehrmonatigen Genesungsprozess war die Rede.

Update, 7.09 Uhr - Zwei Kinder trotz positivem Corona-Test in Landshuter Grundschule

Weil zwei Grundschüler nach ihrem positivem Corona-Test nach nur fünf Tagen Quarantäne schon wieder im Unterricht saßen, müssen nun zwei Klassen der Grundschule St. Wolfgang in Landshut in Quarantäne. Betroffen sind die Klassen 3c und 4e. Hier fällt vorübergehend der Unterricht aus. Für alle anderen Schüler findet er statt. Das meldet die Stadt Landshut.

Die beiden infizierten Kinder und ihre Eltern waren laut Gesundheitsamt am Sonntag, den 6. September als Reiserückkehrer aus der Türkei am Flughafen München angekommen und wurden dort auf das Virus getestet. Gemäß der Einreisequarantäneverordnung des Freistaats Bayern und der gültigen Allgemeinverfügung der Stadt Landshut hätte sich die Familie unverzüglich in häusliche Quarantäne begeben müssen. Dennoch schickten die Eltern ihre beiden Kinder am darauffolgenden Dienstag, den 8. September, zur Schule.

Die Klassenkameraden sowie die beiden Lehrerinnen müssen als Kontaktpersonen auf Anordnung des Staatlichen Gesundheitsamts für zunächst eine Woche in häusliche Quarantäne. Alle Betroffenen werden am Mittwoch auf das Coronavirus getestet.

1901 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 266.663 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 16.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9368. Seit dem Vortag wurden sechs Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 236.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstagabend bei 1,04 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,00 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mh/fgr/dpa

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