News-Ticker zur Corona-Pandemie

Aktuelle Zahlen aus der Region - RoMed Klinikum schränkt Besuche weiter ein

Mittels eines Antigen-Schnelltests will die Provinz Südtirol innerhalb von drei Tage fast alle Bürger testen.
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Mittels eines Antigen-Schnelltests will die Provinz Südtirol innerhalb von drei Tage fast alle Bürger testen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (20. November) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 214,0, Landkreis Rosenheim 246,4, Landkreis Traunstein 282,5, Landkreis Berchtesgadener Land 119,9, Landkreis Mühldorf 177,8, Landkreis Altötting 285,2 (Quelle/Stand: RKI, 20. November, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 1519, Landkreis Rosenheim 5629, Traunstein 3570, Berchtesgadener Land 1705, Mühldorf 1847, Altötting 1680 (Quelle/Stand: RKI, 20. November, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 23, Landkreis Rosenheim 221, Traunstein 102, Berchtesgadener Land 33, Mühldorf 30, Altötting 59 (Quelle/Stand: RKI, 20. November, 0 Uhr)
  • Mindestens 13.630 Todesfälle in Deutschland (3348 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.40 Uhr - RoMed Klinikum schränkt Besuche weiterein

Weitere Testergebnisse liegen zwischenzeitlich vor. Es stellte sich heraus, dass noch zwei weitere Patienten und zwei weitere Mitarbeiter positiv sind. Insgesamt sind somit, Stand heute, 20. November, 13 Patienten positiv getestet, von denen bei zweien die Infektion vor dem Krankenhausaufenthalt stattgefunden hat. Insgesamt sind aktuell drei Mitarbeiter infiziert. Zwischenzeitlich wurden alle Patienten und Mitarbeiter einmal getestet, es stehen noch einige Ergebnisse aus. Zudem erfolgen Anfang nächster Woche erneute Testungen von allen Patienten und Mitarbeitern.

Für die beiden betroffenen Stationen gilt weiterhin ein Aufnahmestopp. Die nicht belegbaren Betten werden innerhalb des RoMed Klinikums Rosenheim nach Möglichkeit kompensiert. Die geburtshilfliche Station im Haus fünf ist covid-frei.

Besuchsmöglichkeiten werden weiter eingeschränkt

Auch zum Schutz von Patienten, Mitarbeitern und Angehörigen werden die Besuchsmöglichkeiten im RoMed Klinikum Rosenheim weiter eingeschränkt. Ab Montag, 23. November sind Besuche nur noch in Ausnahmefällen gestattet.

Auf Besuche sollte möglichst ganz verzichtet werden. Sollten in Ausnahmefällen Besuche notwendig sein, muss dies vorab mit der jeweiligen Station besprochen werden, sodass ein Besuchsschein ausgestellt werden kann. Die besonderen Umstände in der Geburtshilfe, Kinderklinik, Intensiv- und Palliativmedizin werden berücksichtigt.

„Aufgrund der hohen 7-Tages-Inzidenz kann im Grunde jeder Mensch infektiös sein ohne es zu wissen. Deshalb sehen wir es als notwendig an, während des Krankenhausaufenthaltes Kontakte weiter zu reduzieren“, betont Ärztlicher Direktor Dr. Hanns Lohner. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versuchen die Angehörigen telefonisch so gut wie möglich zu informieren.“ Idealerweise greifen Angehörige wie Patienten verstärkt zum Telefon. Über das freie WLAN ist auch das Tablet problemlos nutzbar.

Pressemeldung RoMed Klinikum

Update, 19.11 Uhr - 86 Neuinfektionen und zwei Tote im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.372 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 282,5. Seit der letzten Pressemitteilung am 19.11.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 86 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung zwei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau (86 Jahre) und einen Mann (66 Jahre), bei welchen eine COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 104 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 75 COVID-19-Patienten behandelt, davon 64 auf der Normalstation und elf auf der Intensivstation.

Update, 18.30 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus dem Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Das Gesundheitsamt verzeichnet seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 19. November, 46 neue bestätigte Corona- Fälle (Stand: 20. November, 8 Uhr).

Darunter ist ein Schüler an der Realschule Waldkraiburg, die entsprechende Klasse befindet sich in Quarantäne. Drei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in Mettenheim wurden positiv getestet. Sie wurden von der Regierung von Oberbayern in eine Unterkunft außerhalb des Landkreises verlegt. Alle weiteren aktuell 71 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiter wurden heute getestet, die Ergebnisse stehen noch aus. Das Gesundheitsamt ordnete in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern Quarantäne für die Gemeinschaftsunterkunft an. Die Regierung von Oberbayern sorgt für die medizinische Betreuung der Geflüchteten sowie die Einhaltung der Quarantäneregelungen über einen Sicherheitsdienst.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 184,7. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 302 aktive Fälle, davon werden 24 Personen stationär behandelt, zwei davon auf der Intensivstation.

Update, 18 Uhr - 30 neue Fälle und ein weiterer Toter im BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 30 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Dabei handelt es sich bei neun Personen um direkte Kontaktpersonen, die sich bereits in häuslicher Isolation befanden.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern (LGL) aktuell bei 165,2 (Stand: 20. November, 8 Uhr).

Von den insgesamt 1.746 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind 1.474 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 238 SARS-CoV-2-Infizierte im Landkreis.

Seit der gestrigen Meldung wurde ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 91-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 34.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 1.002 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

„Aufgrund der aktuell dynamischen Entwicklung bei den direkten Kontaktpersonen ist unser Gesundheitsamt weiterhin sehr stark gefordert. Die dort eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten jeden Tag, auch samstags und sonntags, damit eine Nachverfolgung aller gemeldeten Kontaktpersonen gewährleistet bleibt“, so Landrat Bernhard Kern. „Es ist umso wichtiger, dass sich jeder Einzelne an die derzeit geltenden Vorschriften sowie die AHAL-Regeln hält. Nur so kann einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen entgegengewirkt werden.“

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 32 Covid-19-Patienten aus dem Landkreis stationär behandelt. Davon werden vier Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-Corona-Fälle. 

Update, 16.53 Uhr - Rund 60 Querdenker protestierten gegen staatliche Corona-Politik

Die Luft scheint raus zu sein, bei den Anti-Corona-Aktionen in Waldkraiburg. Nur noch rund 60 Teilnehmer kamen am Freitagnachmittag zur ersten Demo der Querdenker-Organisation am Volksfestplatz. Nahezu transparentfrei, ohne Masken, aber mit Mindestabstand versammelten sich die Demonstranten auf der Festwiese. Im Frühsommer waren bei den Protestkundgebungen gegen den ersten Lockdown noch deutlich mehr Teilnehmer.

Franz Stemmer aus Haag, der als Versammlungsleiter fungierte, hatte die Kundgebung angemeldet, bei der einmal mehr die Maßnahmen der Regierungen gegen die Pandemie, insbesondere die Maskenpflicht, und die Einschränkungen der persönlichen Freiheiten durch die Infektionsschutzgesetzgebung und staatliche Verfügungen massiv kritisiert wurden.

Mehr Informationen im ganzen Artikel.

Update, 15.15 Uhr - Provinz Südtirol will in drei Tagen fast alle Bürger testen

Die Landesregierung in Südtirol verfolgt einen ehrgeizigen Plan: Ab Freitag, 20. November, soll es Corona-Massentests für die Bevölkerung geben. Dabei sollen möglichst viele Menschen auf eine mögliche Ansteckung untersucht werden. Die Aktion unter dem Motto „Südtirol testet“ läuft über drei Tage.

Die bei Touristen beliebte Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass bis Sonntag rund zwei Drittel der Bürger an den Antigen-Schnelltests teilnehmen. Das wären etwa 350.000 Menschen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Die kleine Alpen-Provinz geht damit in Italien einen Sonderweg.

Update, 14.20 Uhr - Weitere Corona-Fälle im Kreis Altötting an Kindergärten und Schulen

Der Landkreis Altötting hat nun weitere Corona-Fälle gemeldet. Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist eine Mitarbeiterin des Kindergartens St. Konrad in Burghausen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt wurden 28 Kinder sowie vier Erzieherinnen, davon drei aus dem Landkreis Altötting, als Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermittelt.

Am Montessori-Kindergarten Neuötting wurde ebenfalls eine Mitarbeiterin positiv auf SARS-CoV-2 getestet. In diesem Fall wurden 24 Kinder, davon 18 aus dem Landkreis Altötting, sowie sieben Mitarbeiterinnen als Kontaktpersonen 1 ermittelt.

Eine Mitarbeiterin der Grundschule Pleiskirchen erhielt ebenfalls ein positives Testergebnis. Hier wurden 17 Kinder sowie eine Mitarbeiterin als Kontaktpersonen 1 ermittelt. Zudem wurde ein Kind, das den Kindergarten St. Johann Baptist in Töging besucht, positiv getestet. Die Ermittlungen ergaben 12 Kinder sowie zwei Erzieherinnen, die als Kontaktpersonen 1 gelten. Einen Corona-Fall gab es auch an der Konrad-von-Parzham Schule Altötting, nachdem eine Schülerin ein positives Testergebnis erhalten hatte. Hier wurden insgesamt 31 Personen als Kontaktpersonen der Gruppe 1 ermittelt.

Update, 13.11 Uhr - Stadt Passau nun größter „Hotspot“ Deutschlands

Corona-Fallzahlen in Ober- und Niederbayern (Stand: 20. November).

In ganz Ober- und Niederbayern gibt es nur einen einzige Kommune, die derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100 aufweist - und zwar die Stadt Straubing mit einem Wert von derzeit 96,3 (Stand: 20. November, 0 Uhr). Dies zeigt, wie schwer es sein wird, das erklärte Ziel der Staatsregierung, die 7-Tage-Inzidenz überall auf 50 zu senken, zeitnah zu erreichen.

In negativer Hinsicht hat übrigens inzwischen die Stadt Passau die „Spitzenposition“ übernommen. Mit einer 7-Tages-Inzidenz von derzeit 342,8 liegt die Drei-Flüsse-Stadt deutschlandweit vor dem Landkreis Bautzen (Sachsen; 321,6) und der Stadt Herne (Nordrhein-Westfalen; 321,5) auf Rang 1. Die weiteren Landkreise im Umfeld unserer Region (Ebersberg, Miesbach, Rottal-Inn, Landshut, München) haben sich inzwischen im mittleren 100er-Bereich eingependelt. Im Landkreis Erding liegt die Inzidenz derzeit noch bei über 200 (207,0).

Update, 12.30 Uhr - „Erneuter Anstieg der Fallzahlen ist sehr kritisch“

Seit dem letzten Wochenbericht (12. November) wurden dem zuständigen Gesundheitsamt 781 neue Corona-Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet (Stand: 19. November, 24 Uhr). Die Gesamtzahl seit Pandemie-Ausbruch stieg damit auf 7146 Fälle (Landkreis: 5627, Stadt: 1519). 244 Personen sind bisher insgesamt an und mit der Erkrankung gestorben (Landkreis: 221, Stadt: 23).

Das Gesundheitsamt wies darauf hin, dass die Fallzahlen seit 18. November in Stadt und Landkreis wieder leicht ansteigen und derzeit auf hohem Niveau stagnieren würden. Somit ist aktuell der Trend einer deutlichen Abschwächung der neu gemeldeten Fallzahlen gestoppt, wie das in der Woche davor noch der Fall gewesen zu sein schien. Täglich werden dem Gesundheitsamt Rosenheim derzeit zwischen 160 und 200 neue Fälle gemeldet.

„Trotz der ergriffenen Maßnahmen konnte das Infektionsgeschehen in der Region bislang nicht wie erhofft eingedämmt (...) werden. Der jetzt aktuell wieder auftretende Anstieg der Fallzahlen ist sehr kritisch. Insbesondere die Zunahme der Ausbrüche in den medizinischen Einrichtungen wie Kliniken und Heimen bereitet uns Sorgen“, mahnt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. „Es steht zu befürchten, dass durch die Ausbruchsgeschehen zunehmend betagte Personen sowie Patienten oder Bewohner mit Grunderkrankungen und geschwächtem Immunsystem erkranken - mit der Folge schwerer Krankheitsverläufe und von Todesfällen“, so Dr. Hierl weiter, der zugleich klar stellte, dass es den Behörden immer schwerer falle, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuverfolgen.

Update, 12.02 Uhr - Völlig „schmerzfrei“: Betreiberin öffnet Fitnessstudios in München

Am Donnerstagnachmittag, 19. November, meldete sich ein Mitteiler beim Polizeinotruf und gab an, dass mehrere Sportstudios in München trotz Lockdowns und entsprechendem Verbots geöffnet seien. Als die Polizei gegen 15.30 Uhr an den gemeldeten Örtlichkeiten eintraf, stellten die Beamten fest, dass tatsächlich mehrere Einrichtungen offen hatten. Diese wurden nach Beendigung der Anzeigenaufnahme vor Ort geschlossen. Die Hauptverantwortliche, eine 57-Jährige aus München, wurde wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung angezeigt.

Update, 11.21 Uhr - Kufstein und Schwaz bei Corona-Todeszahlen weit vorne

Trotz des „harten“ Lockdowns bleiben die Corona-Zahlen in Österreich auf einem „dramatisch hohen Niveau“ - so formulierte es Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) jetzt vor kurzem. Alleine am Donnerstag, 19. November, wurden wieder über 7000 neue Infektionen und 62 weitere Corona-Todesfälle bekannt.

Bei den Todeszahlen (zu Vergleichszwecken auf jeweils 100.000 Einwohner „hochgerechnet“) sind auch zwei Bezirke, die ganz in der Nähe zu unserer Region liegen, ganz vorne dabei - und zwar die Bezirke Kufstein (53,5 Tote/100.000 Einwohner) und Schwaz (49,8) auf den Plätzen drei und vier. Österreichweiter „Spitzenreiter“ ist der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark mit 77,3 Todesfällen je 100.000 Einwohner vor dem Bezirk Rohrbach in Oberösterreich (54,8).

Update, 10.29 Uhr - 50 neue Fälle: Babys und Kinder im Kreis Altötting infiziert

Das Gesundheitsamt Altötting hat in seinem Zuständigkeitsbereich nun 50 neue Corona-Fälle registriert (Stand: 19. November, 18 Uhr). Unter den Betroffenen sind nach Angaben des Landratsamtes unter anderem ein zwei Monate altes Baby aus Mehring, zwei Kleinkinder (jeweils 1) aus Haiming und Altötting sowie Kinder (3 und 9 Jahre) aus Töging. Auch zwei Jugendliche aus Mehring (15) und Feichten (14) sind unter den Neu-Infizierten. Seit Pandemie-Beginn gab/gibt es in Stadt und Landkreis Altötting damit insgesamt 1700 Fälle.

Derzeit sind davon 444 Fälle aktiv. Nach Angaben des Landratsamtes gibt es die meisten Betroffenen in Burghausen (70), gefolgt von Haiming (57) und Neuötting (53). Die 7-Tage-Inzidenz betrug zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes 295,9.

Update, 10 Uhr - Merkel will „Knallhart-Plan“ durchsetzen

Obwohl Kanzlerin Angela Merkel (CDU) „große Hoffnung“ hat, dass noch im Dezember oder „sehr schnell nach der Jahreswende“ ein Impfstoff in Europa zugelassen wird, drängt sie im Vorfeld des nächsten Bund-Länder-Gipfels am kommenden Mittwoch (25. November) im Hintergrund bereits vehement auf eine Corona-Strategie für den ganzen Winter. Bedeutet laut Bild-Zeitung im Klartext: Der jetzige „Lockdown light“ könnte nicht nur bis Jahresende oder sogar darüber hinaus verlängert, sondern sogar noch verschärft werden.

Es stünden bei den Beratungen laut Merkel „sehr, sehr schwierige Entscheidungen“ an. Diskutiert werden sollen unter anderem deutlich strengere Kontaktbeschränkungen (analog zum Frühjahr), eine weitere Ausweitung der Maskenpflicht und möglicherweise sogar eine Teilschließung von Schulen und/oder eine Verlängerung der Weihnachts-/Winterferien, zumindest an „Hotspots“. Besonders besorgt sei Merkel laut Bild vor allem wegen des Weihnachts- und Silvesterurlaubs. Man müsse aufpassen, dass „zu Silvester nicht alles wieder eingerissen“ werde, indem etwa die Ski-Saison in Österreich ganz normal stattfinde, soll Merkel in einer Sitzung der Unions-Fraktion erklärt haben.

Update, 9.25 Uhr - Wegen Corona: CSU verlegt Klausur von Seeon nach Berlin

Wegen Corona verlegt die CSU-Bundestagsfraktion ihre traditionelle Winterklausur Anfang Januar vom Kloster Seeon (Landkreis Traunstein) nach Berlin. Der Auftakt ins Bundestags-Wahljahr am 6. und 7. Januar soll nun im Congress Center am Alexanderplatz stattfinden - und zwar mit einem strengen Hygienekonzept und als sogenannte hybride Veranstaltung. Das bedeutet, dass einige Gäste anwesend sind und andere digital zugeschaltet werden.

Der Chef der CSU-Landesgruppe, Alexander Dobrindt, sagte, mit dem geänderten Tagungsort sowie Corona-Schnelltests, Maskenpflicht, Abstandsregeln und einem Hygienekonzept werde auf das Infektionsgeschehen reagiert. Auch so werde die Klausur aber einen „traditionellen, deutlich wahrnehmbaren Impuls“ für das politische Jahr 2021 geben, hieß es.

Update, 8.15 Uhr - Inzidenz im Kreis Altötting steigt deutlich - drei Tote in Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 20. November).

Die 7-Tage-Inzidenzen haben sich laut den neuesten Erhebungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Während die Landkreise Rosenheim (von 249,5 auf 246,4) und Traunstein (von 289,9 auf 282,5) leicht fallende Werte meldeten, sank die Inzidenz im vor einigen Wochen besonders stark betroffenen Berchtesgadener Land deutlich von 144,4 auf 119,9. Allerdings gab es im Landkreis Traunstein zwei weitere Todesfälle zu beklagen (gesamt nun 102 Tote).

Einen dritten Toten in der Region gab es im Landkreis Altötting (gesamt nun 59 Tote), wobei in diesem Kreis die Inzidenz von 228,7 auf 285,2 auch am deutlichsten anstieg. Dies ist unter anderem auch auf den Corona-Ausbruch in einem Altenheim in Haiming zurückzuführen. innsalzach24.de hatte darüber bereits gesondert berichtet. Anstiege der Inzidenz-Zahlen gab es auch im Landkreis Mühldorf (von 162,2 auf 177,8) und in der Stadt Rosenheim (von 196,7 auf 214,0).

Update, 7.17 Uhr - Stadt Töging beschafft CO2-Messgeräte für Schulen

Rektorin Marietta Monassi und Erster Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst.

Die Stadt Töging (Landkreis Altötting) hat für die beiden Töginger Schulen jetzt insgesamt 25 CO2-Messgeräte beschafft und bereits an die Schulleitungen übergeben. Diese Geräte messen ständig den CO2-Gehalt der Raumluft und geben mit dem Sprung auf „Rot“ der eingebauten Ampel auch einen Warnton ab. Damit wird signalisiert, dass das Lüften des jeweiligen Klassenzimmers erforderlich ist.

Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst (CSU) zeigt sich bei der Übergabe an die Rektorin der Regenbogen-Grundschule, Marietta Monassi, überzeugt, dass die Geräte eine Hilfe im Kampf gegen die Ansteckungen mit dem Coronavirus sein werden.

Neuer „Rekord“: RKI meldet über 23.600 neue Corona-Fälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet (Stand: 20. November, 0 Uhr). Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1000 (News-Ticker Donnerstag, 19. November).

Das RKI zählte damit seit Beginn der Pandemie insgesamt 879.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg im Vergleich zum Vortag um 260 auf insgesamt 13.630. In Bayern kamen 34 neue Todesfälle hinzu (gesamt jetzt 3348).

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht bei 0,99 (Stand: 19. November; Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mz/dpa

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