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Bisher noch an provisorischem Standort

Bad Feilnbach: Standort für Rettungswache gefunden

Auf diesem Grundstück an der Kreuzung Kufsteiner Straße/Münchner Straße soll die neue Rettungswache in Bad Feilnbach entstehen.
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Auf diesem Grundstück an der Kreuzung Kufsteiner Straße/Münchner Straße soll die neue Rettungswache in Bad Feilnbach entstehen.

Seit 1. März ist ein Rettungswagen der Ambulanz Rosenheim in Bad Feilnbach stationiert. Derzeit starten die Retter noch vom provisorischen Standort am Haus der Vereine in der Bahnhofstraße.

Bad Feilnbach – In der jüngsten Bauausschusssitzung wurde der Bauantrag genehmigt – sorgte aber dennoch für Diskussionen. Bereits seit einigen Monaten suchen die Verantwortlichen der Gemeinde nach einen Standort für die Rettungswache. Nun scheint dieser mit dem Grundstück an der Kreuzung Kufsteiner Straße/Münchner Straße gefunden.

Bürgermeister Anton Wallner (CSU) erläuterte, dass der Ausgangspunkt der Ausschreibung und des erstellten Gutachtens eben diese Kreuzung war. „Die Vorgabe lautete, dass der Rettungswagen innerhalb von zwei Minuten an dieser Kreuzung sein muss. Nun schaffen die Retter das in wenigen Sekunden – das ist also der ideale Standort“, so der Bürgermeister weiter.

Suche nach Grundstück

Darüber hinaus seien die Schwerpunkte Autobahn und die Fahrtrichtung Brannenburg zu erreichen, ohne dass der Rettungswagen durch die Ortsmitte fahren müsse.

Marinus Moser (ÜW) sah den geplanten Standort kritisch. Ihn haben Bedenken der Anwohner aus der Ortschaft Kronwitt erreicht, überdies wäre das gegenüberliegende Hotel unter Umständen einer Lärmbelästigung durch das Martinshorn ausgesetzt, insbesondere dann wenn die Wache in Zukunft 24 Stunden besetzt sein sollte und nicht mehr vier sondern sechs oder acht Einsätze – dann auch nachts – gefahren werden. Er verwies auf neu errichtete Wachen, wie zum Beispiel in Aurach, die außerorts gebaut wurden um genau diese Probleme zu umgehen.

Wache von 8 bis 20 Uhr besetzt

Wallner entgegnete, dass die Wache momentan nur von 8 – 20 Uhr besetzt sei und die Fahrer nur bei Bedarf mit Horn losfahren würden. „Ein bis zwei Mal am Tag fahren sie am Rathaus mit Martinshorn vorbei, ansonsten wird nur das Blaulicht eingeschaltet“, schildert Wallner die aktuellen Gegebenheiten.

Georg Stadler (CSU), selbst erfahrener Feuerwehrmann, warb für den geplanten Standort: „Die Situation dort ist übersichtlich, es können sowohl die Münchner, als auch die Kufsteiner Straße eingesehen werden.“

Wenn dagegen die Feuerwehr von der Bahnhofstraße ausrücke, müsse immer das Martinshorn eingeschaltet werden, wenn in die Kufsteiner Straße eingebogen wird: „Dort ist es tatsächlich unübersichtlich“, beschreibt das Ratsmitglied. Sein Fraktionskollege Dr. Balthasar Spann pflichtete den Befürwortern bei: „Einen Standort in der Ortsmitte haben wir abgelehnt – welchen anderen Standort sollen wir nun nehmen? Wir haben keine Alternativen gefunden.“

Sondersignal erforderlich?

Sepp Rauscher (CSU) beschrieb, dass aufgrund gesetzlicher Vorgaben eigentlich immer mit Sondersignal losgefahren werden müsse. „Oft entscheidet aber das Personal, ob das Horn eingeschaltet wird oder nicht.“

Er setzte weiter die Lärmbelästigung der Anwohner in Relation zum erreichten Ergebnis: „Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit jede Minute, die der Retter nicht eintrifft, um zehn Prozent. Wir sprechen hier von zeitkritischer Lebensrettung im Gegensatz dazu, dass Anwohner womöglich belästigt werden könnten. Wir haben ein Riesenglück, dass die Gemeinde das Grundstück kaufen konnte.“

Außengestaltung kritisiert

Georg Stadler bemängelte die Außengestaltung der Fassade und den Einbau zweier Gauben für den Ruheraum und die Teeküche. Bauamtsleiter Helge Dethof erläuterte, dass im Innenbereich dazu nur Anregungen an den Bauwerber herangetragen werden können, Festsetzungen wie im Bebauungsplan seien nicht möglich.

Wallner fasste nochmals zusammen, dass im Bauausschuss lediglich der Bauantrag beschlossen werde, nicht die Rettungswache allgemein. Zu dieser Thematik habe es im Vorfeld bereits Gespräche gegeben. „Für Bad Feilnbach ist es der ideale Standort, weil der Rettungswagen in den meisten Fällen nicht direkt durch die Ortschaft fahren muss.“ Mit einer Gegenstimme wurde das Einvernehmen erteilt.

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