Getroffene Maßnahmen haben sich bewährt

Weitestgehend keine größeren Schäden beim Starkregenereignis in Vachendorf

Vachendorf - Anhand von mehreren Fotos stellte Bürgermeister Rainer Schroll in der jüngsten Sitzung des Vachendorfer Gemeinderats das Starkregenereignis vom August dar. Dabei betonte er, dass weitestgehend keine größeren Schäden festgestellt worden seien. Die von der Gemeinde Vachendorf getroffenen Maßnahmen hätten sich bewährt, so das Gemeindeoberhaupt.

Zwar habe die Freiwillige Feuerwehr Vachendorf vereinzelt Keller auspumpen und Schächte freiräumen müssen, die Situation sei aber jederzeit unter Kontrolle gewesen. Gemeinderat Josef Huber, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Vachendorf, berichtete, die Alarmierung sei am 3. August um kurz vor fünf Uhr morgens eingegangen. Die Rigole am Türlberg sei im Bereich des Anwesens Holzner übergelaufen. Durch das Einsetzen von zwei Pumpen habe die Feuerwehr jedoch schnell Abhilfe herbeiführen können. Ferner musste die Feuerwehr zur Pumpanlage beim Schwimmbad und zum Auspumpen von Kellern am Gaisberg ausrücken. Die Lage beim Anwesen Sederer sei äußerst knapp gewesen. Das Anwesen Rösel sei eine Insel gewesen. Zu größeren Problemen sei es bei der Staatsstraße in der Nähe des Anwesens Wagner gekommen. Die Feuerwehr habe dort über eine längere Zeitdauer das Wasser abpumpen müssen.


Trotz wiederholter Nachfrage sei von der Integrierten Leitstelle keine Verstärkung zugewiesen worden. In diesem Zusammenhang wies der Kommandant darauf hin, dass für künftige Starkregenereignisse mehrere Gerätschaften doppelt angeschafft werden sollten. Er kündigte hierzu ein Gespräch mit Bürgermeister Schroll an. Huber bedankte sich bei Andreas Wagner für die Bereitstellung der Verpflegung während des Einsatzes und bei seiner Mannschaft für ihre wertvolle Arbeit. Diesem Dank schloss sich der Bürgermeister an.

Ferner befasste sich der Gemeinderat mit den Antrag auf Vorbescheid zum Bau eines Einfamilienhauses ohne Keller mit Garagen in Vachendorf. Das Einfamilienhaus soll laut Schroll auf einem bereits bebauten Grundstück errichtet werden. Das Haus, das sich im Bereich des Bebauungsplans „Lettenberg“ befindet, überschreitet die Baugrenzen. Außerdem weichen die Geschossflächenzahl (GFZ) und die Firstrichtung von den Festsetzungen des Bebauungsplans ab. Die Einhaltung der Abstandsflächen wird laut Bürgermeister durch das Landratsamt geprüft. Grundsätzlich benötige das Bauvorhaben eine Änderung des Bebauungsplans. Durch mehrere in der Vergangenheit bereits erfolgte Beschüsse zur Erhöhung der GFZ wäre eine generelle Änderung bzw. Anpassung des Bebauungsplans „Lettenberg“ sinnvoll, so Schroll. Der Gemeinderat stimmte dem Vorbescheid einstimmig zu. Sollte eine Änderung des Bebauungsplans notwendig sein, ist mit dem Veranlasser ein städtebaulicher Vertrag zur Übernahme der Planungskosten abzuschließen.


Der Bürgermeister berichtete vom Antrag auf Bezuschussung eines Bildbands über Vachendorf durch Alain Roux. Roux hat laut Aussage von Schroll in den vergangenen Monaten den Ort Vachendorf und Vachendorfer Personen in Bildern eingefangen. Zur Verlegung des Bildbands beantragt er einen einmaligen Zuschuss. Die Kosten für den Druck hat er mit 6000 Euro angegeben. Bei einer Auflage von 200 Stück würde sich ein Verkaufspreis von 30 Euro je Exemplar ergeben, da Roux keinerlei Gewinnabsicht habe, so Schroll. Roux befinde sich derzeit auf der Suche nach weiteren Sponsoren für sein Buch. Der Bürgermeister erkläre, dass er sich einen einmaligen Zuschuss oder eine Mindestabnahme von Büchern durch die Gemeinde vorstellen könnte. Da jedoch durch den Gemeinderat noch einige Fragen bestehen, wurde vereinbart, Roux für die nächste Gemeinderatssitzung zu einem Vortrag einzuladen und anschließend zu entscheiden.

Magdalena Fischer bat um Auskunft zum Sachstand bei der Errichtung eines Funkmastens sowie um Aufstellung eines Verkehrsspiegels im Bereich Türlberg/Erlstätter Straße. Zum Funkmast führte der Bürgermeister aus, dass noch keine Rückmeldung durch das Landratsamt Traunstein erfolgt sei. Ob sich eine Aufstellung eines Verkehrsspiegels verwirklichen lässt, sah er skeptisch, da dieser bereits in der Vergangenheit durch die Straßenverkehrsbehörde abgelehnt worden ist. Allerdings sollte ein nochmaliger Versuch gestartet werden, meinte Schroll. Zweiter Bürgermeister Andreas Schroll bemängelte das Dauerparken von Wohnmobilen auf dem Schulparkplatz. Die Besitzer sollen jetzt angeschrieben werden. Marlies Kruse sprach die Bushaltestelle an der Hochstraße an. Da dort kein Gehweg, Hinweisschild oder Radweg vorhanden sei, bestehe für die Schulkinder ein hohes Risiko, gefahrenfrei zur Haltestelle zu gelangen. Diese Angelegenheit sollte ihrer Meinung nach abgeklärt werden.

Ferner teilte Geschäftsleiter Andreas Schultes zwei Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil der vergangenen Gemeinderatssitzung mit. Der Gemeinderat vergab den Auftrag zur Anschaffung einer Abgasanlage für die Freiwillige Feuerwehr Vachendorf an die Firma Ecovent in Lübbecke mit einer Angebotssumme von 11.671 Euro. Ferner genehmigte der Gemeinderat die Anschaffung von zwei Laptops, einer Dokumentenkamera und eines Beamers bei der Firma Zagler in Traunstein.

Bjr

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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