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Kontroverses Video hat Konsequenzen

Nach Corona-Wirbel - Veranstalter sagt Nena-Konzert ab

Hannover: Sängerin Nena steht in der Live-Übertragung der ZDF-Sendung „Willkommen bei Carmen Nebel“ in der TUI-Arena auf der Bühne. Popsängerin Nena (61) hat nun erneut mit einem Auftritt Diskussionen ausgelöst.
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Hannover: Sängerin Nena steht in der Live-Übertragung der ZDF-Sendung „Willkommen bei Carmen Nebel“ in der TUI-Arena auf der Bühne. Popsängerin Nena (61) hat nun erneut mit einem Auftritt Diskussionen ausgelöst.
  • Tim Niemeyer
    VonTim Niemeyer
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  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
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Popsängerin Nena (61) hat mit einem Auftritt erneut Diskussionen ausgelöst. Am Sonntagabend (25. Juli) trat sie im brandenburgischen Schönefeld in der Nähe des Flughafens BER auf. Das Open-Air-Konzert wurde vor einer möglichen Zugabe beendet. Zuvor hatte sich Nena einmal mehr über die geltenden Corona-Regeln ausgelassen. Nun zieht ein Veranstalter Konsequenzen.

Update, Dienstag (27. Juli): Veranstalter sagt Nena-Konzert ab

Wetzlar - Nach den kontroversen Aussagen der Popsängerin Nena bezüglich der geltenden Corona-Regeln hat der Veranstalter des Strandkorb Open Airs in Wetzlar den Auftritt der 61-Jährigen abgesagt. In einem Facebook-Post dazu heißt es:

„Es war uns wichtig und daher auch bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart, dass die Konzerte nicht als politische Bühne genutzt werden dürfen“, erläutert Dennis Bahl die Absage an die Künstlerin. Nenas Einstellung zum Veranstaltungsformat mit den Strandkörben stimmt nicht mit dem Hygiene- und Sicherheitskonzept überein, das eigens für diese Reihe coronakonform konzipiert worden ist. Als Veranstalter distanzieren wir uns daher von den Aussagen und dem Auftreten der Künstlerin.

Weiter schreibt der Veranstalter: „Uns als Veranstalter ist es wichtig, bei allen Konzerten ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten, sodass alle Gäste einen unbeschwerten Abend erleben können.“ Die Karten können daher auch problemlos da zurückgegeben werden, wo sie erworben worden sind und werden den Besitzern erstattet.

Nun ist abzuwarten, ob eventuell noch weitere Veranstalter ähnliche Konsequenzen ziehen und noch weitere Nena-Auftritte abgesagt werden.

Vorbericht: Nena sorgt bei Konzert für Corona-Wirbel

Berlin - Wie bei allen Konzerten und Veranstaltungen in dieser von Corona geprägten Zeit mussten auch im brandenburgischem Schönefeld strenge Hygieneauflagen erfüllt werden. Um die Abstände einzuhalten, wurden bei diesem Open-Air Boxen aus Getränkekisten im Zuschauerbereich aufgebaut. Ähnlich wie beim Strandkorb-Konzert in Rosenheim hatten so alle Zuschauer ihren eigenen, privaten Bereich. Sowohl Nena als Künstlerin als auch die Zuschauer stimmten mit dem Ticketverkauf diesem Konzept zu.

Nena waren diese Maßnahmen aber wohl doch ein Dorn im Auge. Direkt zu Beginn ihres Konzertes forderte Nena die Zuschauer auf, aus ihren Boxen zu ihr nach vorne an die Bühne zu kommen. Dies wird aus mehreren Videos auf Twitter und einem Bericht des „Tagesspiegel“ ersichtlich. Als die Ordner die Gäste aufforderten, ihre Plätze wieder einzunehmen, wurde Nena immer ungehaltener.

Mir wird gedroht, (...) dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure - wie sie es nennen - Boxen geht“, sagte Nena laut Zeitungsbericht und Videos. „Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht. Es darf jeder frei entscheiden, genauso wie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht.“

„Bei mir ist jeder willkommen. Okay?“, sagte Nena laut einem Videoausschnitt. Das Ganze werde „politisiert“. „Und das ist einfach vollkommen ätzend.“ Am Christopher Street Day sei es völlig okay gewesen, „dass 80.000 Leute eng aneinander auf der Straße waren“. „Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. (...) Ich hab‘ die Schnauze voll davon.“

Das Konzert fand letztendlich statt, eine Zugabe gab es allerdings nicht. Nach Angaben der örtlichen Verwaltung gab es „keine Verfügung des Ordnungsamtes, sondern eine Entscheidung des Veranstalters, das Konzert nach Abschluss des Hauptprogramms zu beenden“. „Das war gegen 21.45 Uhr vor der Zugabe“, sagte Hilmar Ziegler, der Leiter des für das Ordnungsamt der Gemeinde Schönefeld zuständigen Dezernats.

Es seien zwar Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort gewesen, die aber nicht befugt gewesen seien, solche weitreichenden Entscheidungen zu fällen, sagte Ziegler am Montag (26. Juli). Veranstaltungen wie Konzerte dürften in Schönefeld zurzeit aber ohnehin nur bis 22 Uhr stattfinden. „Dazu gibt es eine Verfügung.“

Der Veranstalter wollte sich nicht weiter äußern und verwies auf den Bericht des „Tagesspiegels“, Nenas Management war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zuschauer verlassen Konzert

Die Zuschauer reagierten auf die Aussagen von Nena gemischt. Während einige der Popsängerin applaudierten, verließen andere das Konzert vorzeitig. „Ich habe das Nena-Konzert jetzt vorzeitig verlassen. Querdenker-Parolen und nicht eingehaltene Hygienekonzepte kann ich nicht gutheißen“, twitterte ein Gast. „Wir haben das Konzert auch nach dem peinlichen und verantwortungslosen Verhalten von Nena verlassen. Nicht ohne Kunst und Kultur, sondern ohne Verantwortung wird‘s still, liebe Nena – und du warst übrigens diejenige, die das Ganze politisiert hat“, schrieb ein anderer.

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Nena hat in der Pandemie mehrfach für Diskussionen gesorgt. Im März veröffentlichte sie bei Instagram ein Video mit dem Titel „Danke Kassel“, nachdem in der Stadt Tausende Menschen gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf die Straße gegangen waren.

Im Oktober löste Nena mit einem Post auf Instagram Diskussionen über mögliche Verschwörungstheorien aus, betonte aber, dass sie nicht als Corona-Leugnerin verstanden werden wolle. „Ich habe meinen tiefen Glauben an Gott. Daher kommt mein Vertrauen ins Leben. Und ich habe meinen gesunden Menschenverstand, der die Informationen und die Panikmache, die von außen auf uns einströmen, in alle Einzelteile zerlegt“, schrieb die in Hamburg lebende Sängerin damals.

mz/nt

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