Er spielte zuvor 24 Jahre beim TSV Waging

SVK-Neuzugang Sternhuber: „Wollte mich der neuen Herausforderung stellen“

Manuel Sternhuber vom SV Kirchanschöring.
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Wagte nach 24 Jahren beim TSV Waging den Sprung in die Bayernliga zum SV Kirchanschöring: Manuel Sternhuber.

Kirchanschöring - Manuel Sternhuber wurde in der Bayernliga bereits zweimal eingewechselt. Der Sommer-Neuzugang, der vom TSV Waging zum SV Kirchanschöring kam, spricht im Interview über den Wechsel und wie er beim SVK aufgenommen wurde.

Im Sommer wechselte Manuel Sternuber von seinem Heimatverein TSV Waging zum SV Kirchanschöring. Ein ordentliche Sprung, spielte der TSV, wo er 24 Jahre lang spielte, in der Kreisliga und der SVK in der Bayernliga Süd. Doch dieser Ligen-Unterschied scheint dem Mittelfeldspieler nicht auszumachen. „ Ich wurde von allen überragend aufgenommen. Nicht nur von der Mannschaft sondern vom ganzen Umfeld“, sagt Sternhuber im Interview.

Sternhuber: „Die Entscheidung diesen Schritt zu wagen, ist mir nicht leichtgefallen“

In den Vorbereitungsspielen gegen den TSV 1860 Rosenheim und dem SSV Eggenfelden gelangen dem Neuzugang zwei Treffer. In der Bayernliga Süd wurde der 29-Jährige zuletzt zweimal eingewechselt. Gegen den SV Donaustauf und Türkspor Augsburg sammelte er die ersten Minuten in Bayerns zweithöchster Amateur-Spielklasse.

Im Interview spricht Sternhuber über seinen Wechsel, wie er beim SVK aufgenommen wurde und verrät, dass ihm der Wechsel im Sommer nicht leichtgefallen ist.

Hallo Herr Sternhuber, wie geht es Ihnen zur Zeit und wie erleben Sie gerade diesen 2. Lockdown im Lande?
Manuel Sternhuber: Ich denke die Zeit ist für keinen leicht. Es hilft sowieso nicht, man muss derzeit das Beste aus dieser Situation machen. Ich hoffe, dass sich die Maßnahmen, die aktuell in Österreich getroffen worden sind, nicht zu uns übertragen werden, aber man muss fast davon ausgehen. Was dann halt erschwerend dazu kommt, ist eine Länderspielpause. Das belastet zudem das Fußballer-Herz (lacht).
Sie kamen im Sommer zum SVK, haben in der Vorbereitung in einigen Partien länger ran dürfen. Wie war Ihr erster Eindruck in Kirchanschöring?
Sternhuber: Vorab möchte ich mich beim TSV Waging bedanken, dass dieser Wechsel während der laufenden Saison noch zustande gekommen ist. Es war nicht selbstverständlich, dass ich die Möglichkeit bekomme. Ich hatte leider nicht wirklich die Zeit, mich standesgemäß zu verabschieden. Die sehr lange Vorbereitung war für mich dann gar nicht so schlimm, da ich sehr viel in dieser Zeit aufsaugen konnte und viele neue Eindrücke gewonnen habe. Wie ich hier aufgenommen wurde, war vom ersten Tag an überragend. Die Vorbereitung machte mir richtig viel Spaß und ich konnte sie auch verletzungsfrei durchziehen. Bei den Vorbereitungsspielen hatten wir, für meine gewohnten Verhältnisse, richtig starke Gegner und ein Spiel war „geiler“ als das andere. Das hat ohne Frage richtig Bock gemacht und unsere Ergebnisse konnten sich auch echt sehen lassen. Gegen Gegner wie die Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim, TSV Buchbach oder Schalding-Haining zu spielen und durchaus auch mit zu halten, zweimal sogar zu gewinnen, war für mich ehrlich gesagt vor einem Jahr nicht wirklich realistisch.
Bei den Pflichtspielen gabs einen Sieg gegen Donaustauf, den Elferkrimi im Totopokal gegen Dachau, eine Niederlage im Toto-Pokal in Wasserburg und dann die Niederlage bei Türkspor Augsburg. Wie waren die Spiele für Sie?
Sternhuber: Ich denke bei den ersten drei Spielen konnte man weitestgehend sehen, dass wir die doch lange Vorbereitung sehr gut genutzt haben. Wir waren sehr agil und bissig in den Zweikämpfen, zudem haben wir uns gute Chancen erspielt, die vielleicht in letzter Konsequenz öfters zum Erfolg führen hätten können. Der Elferkrimi gegen Dachau war von der Dramatik kaum zu überbieten, hier hätte ich mir gewünscht, vor vollen Rängen zu spielen. Auch wenn es nur die Quali-Runde für den Totopokal war, war es im Endeffekt der erste Pflichtspielsieg für uns, nach dem Re-Start. Im ersten Ligaspiel gegen Donaustauf haben wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die drei Punkte in Kirchanschöring halten können. Was für uns durchaus ein sehr wichtiger, aber trotzdem nur ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt war.
Wie schwer war der Sprung vom TSV Waging zum SVK? Haben Sie ihn schon bereut oder fühlen Sie sich beim SVK wohl?
Sternhuber: Die Entscheidung diesen Schritt zu wagen, ist mir nicht leichtgefallen. Ich habe immerhin 24 Jahre bei meinen Heimatverein in Waging gespielt. In erster Linie spielen zudem meine besten Spätzl`n in der Mannschaft. Trotzdem wollte ich mir diese neue Herausforderung stellen. Mir wurde relativ schnell klar, dass ich mich hier in Kirchanschöring einer richtig coolen Truppe angeschlossen habe. Ich wurde von allen überragend aufgenommen. Nicht nur von der Mannschaft sondern vom ganzen Umfeld.
Wie waren für Sie und die Mannschafts-Kollegen die kurzfristigen Absagen, durch die Corona-Situation? Wie belastend ist das? Ist das nicht demotivierend, auf Dauer?
Sternuber: Das war echt immer eine blöde Situation. Man hat sich unter der Woche auf ein Spiel vorbereitet und musste oft erst am Spieltag eine Spielabsage hinnehmen. Was soll man sagen, die Gesundheit geht vor, aber die Motivation geht logischerweise ein Stück weit verloren.
Herr Sternhuber - vielen Dank für das Interview!

mw

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