Beinschuss-Serien-Interview vor dem Re-Start

Grünthals Asenbeck: „Leider ist die Vorfreude schon wieder etwas verflogen“

Philipp Asenbeck im Trikot des Kreisligisten FC Grünthal
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Bereits in einem der ersten Testspiele gab es einen positiven Corona-Fall. Deshalb musste sich Philipp Asenbeck und seine Mitspieler vom FC Grünthal testen lassen.

Unterreit - Langsam kehren die bayerischen Vereine und Fußballer zur Normalität zurück. Training mit Körperkontakt und Testspiele sind wieder erlaubt. beinschuss.de hat bei Philipp Asenbeck vom FC Grünthal nachgefragt, wie groß die Vorfreude auf das erste Training war und wie er zum Start des Spielbetriebs steht.

Die Corona-Zwangspause ist nun auch für die bayerischen Amateurfußballer vorbei. Bereits Anfang Juli hat die bayerische Staatsregierung entscheiden, dass Training mit Körperkontakt erlaubt ist. Damit konnten die Vereine und Spieler nach Monaten wieder richtig trainieren. Am Mittwoch, den 29. Juli, gab das bayerische Innenministerium dann auch den Spielbetrieb wieder frei, sodass die Klubs nun endlich die ersten Testspiele austragen können.


beinschuss.de fragt bei den Spielern aus der Region nach, wie sie die fußballfreie Zeit verbracht haben, ob einem Teamkameraden der Trainingsrückstand anzumerken war, wie groß die Vorfreude auf das erste Spiel ist und wie sie zum Ligapokal stehen. Philipp Asenbeck vom Kreisligisten FC Grünthal stellt sich nun den Fragen.

Hallo Herr Asenbeck, wie haben Sie die Corona-Zwangspause ohne Fußball überstanden?

Mir geht es sehr gut. Familie, Freunde und ich selbst sind alle gesund geblieben. Ich habe immer Bock zu kicken, aber man gewöhnt sich daran mehr Freizeit zu haben. Es gab viele Dinge für den Zeitvertreib, persönliche Projekte und natürlich mehr Zeit für die Freundin.
Es herrschte wochenlange Trainingspause: Wie sehr haben Sie sich auf das erste Mannschaftstraining gefreut und wie war das Wiedersehen mit den Teamkameraden?
Ich war sehr froh mit Freunden und Teamkameraden wieder zusammen zu kommen. Trainingsrückstand haben natürlich immer Spieler, aber viele haben anderweitig Sport betrieben. Lieber nenne ich keine Namen, aber mir würden natürlich ein paar einfallen (lacht).
Haben Sie in ihrem Verein besondere Hygiene-Maßnahmen getroffen?
Wir halten uns an die vom Verband vorgegebenen und die generell geltenden Hygiene-Maßnahmen.
Wie groß war Ihre Vorfreude auf das erste Spiel?
Die Vorfreude war groß, die Plätze sind ja in einem Top Zustand. Leider ist die Vorfreude schon wieder etwas verflogen, denn es gab bereits in der kurzen Zeit in einem Testspiel einen positiven Corona-Fall. Dies haben wir erst ein paar Tage nach dem Spiel erfahren, sodass wir Spieler uns alle vorsichtshalber testen lassen mussten. Da bricht die ganze Freude natürlich wieder zusammen wie ein Kartenhaus.
Glauben Sie, dass die Saison im September fortgeführt werden kann und der Spielbetrieb problemlos verläuft?
Leider kann ich es mir nach dem vorher genannten Vorfall leider nicht mehr vorstellen. Die Zahlen steigen und jetzt müssen wir auch den Trainingsbetrieb für kurze Zeit einstellen. Was passiert beim nächsten Vorfall? Da steigt dir der Arbeitgeber auch irgendwann mal auf die Füße. In allen Firmen sind strenge Hygienevorschriften und nicht jeder im Amateurbereich kann sich bei einem Vorfall in häusliche Quarantäne begeben und seinen Urlaub dafür opfern. Wenn das zu oft vorkommt, verlieren auch die Spieler die Lust sich ständig für einen neuen Termin vorzubereiten. Der Rattenschwanz ist zu groß bei einem Vorfall und es bringt auch alles durcheinander.
War es aus Ihrer Sicht richtig, die Saison 2020/21 zu streichen und die aktuelle Saison fortzuführen?
Ich hätte die Saison annulliert, da rede ich mich aber leicht, da wir auf dem Abstiegs-Relegationsplatz stehen, aber letztendlich ist es wahrscheinlich die fairste Lösung.
Wie lautet Ihre Meinung zum Ligapokal? Ist das für Sie ein interessanter Zusatzwettbewerb?
Ich finde die Idee mit dem Liga-Pokal nicht schlecht, aber der wird denke ich leider nicht zustande kommen. Wir müssen froh sein, wenn wir die Saison zu Ende spielen können.
Haben Sie Bedenken aufgrund des Coronavirus‘ wieder Fußball zu spielen oder machen Sie sich dahingehend keine Gedanken?
Ich persönlich habe keine Bedenken, nur das ganze drumherum macht mir leider Sorgen. Deswegen kann ich mir es leider, solange kein Impfstoff vorhanden ist, nicht vorstellen, wieder normal Fußball zu spielen.
Zum Abschluss: Was sind Ihre persönlichen Ziele für die restliche Saison und welche Ziele habt ihr euch als Mannschaft gesteckt?
Ich hoffe alle dass wir gesund bleiben und wir keine neue zweite Welle bekommen. Falls es normal weitergeht, wollen wir natürlich den Klassenerhalt schaffen.

Danke für das Interview!

ma

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