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Entschuldigung folgte

Sushi, Pizza, Tschernobyl: TV-Sender empört mit irren Olympia-Symbolbildern für andere Länder

Ein Kameramann filmt bei Olympia in Tokio.
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Die einzigen zugelassenen „Fans“ in Tokio: Medien-Angestellte.
  • Marius Epp
    VonMarius Epp
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Ein südkoreanischer TV-Sender muss derzeit eine Welle der Empörung einstecken. Für andere Länder bekamen Sport-Fans teils verstörende Symbolbilder angezeigt.

Tokio - Man stelle sich vor, die ARD, das ZDF oder Eurosport würden bei der Berichterstattung über Olympia* ein Bild der Atomkatastrophe in Tschernobyl als Symbolbild für die Ukraine wählen. Der Aufschrei wäre groß - doch genau das ist in Südkorea passiert.

Ein südkoreanischer Fernsehsender berichtete auf recht eigenwillige Art und Weise von den Olympischen Spielen. Bei der Eröffnungsfeier blendete MBC für jedes Land „landestypische“ Bilder ein. Für Italien war es zum Beispiel eine Pizza, für Japan Sushi. Darüber konnte man vielleicht noch hinwegsehen. Als dann beim Einmarsch des ukrainischen Teams ein Foto der Atomkatastrophe von Tschernobyl gezeigt wurde, rieben sich einige Zuschauer aber die Augen.

Olympia: Südkorea-TV zeigt irre Symbolbilder für andere Länder

Bei Haiti wurde es nicht viel besser: Hier wurde ein Bild von den Unruhen im Land nach der Ermordung des Präsidenten Jovenel Moise gezeigt. Kurios war auch die Auswahl für El Salvador. Für den Staat in Mittelamerika wurde ein Bitcoin-Werbeplakat gezeigt, weil die Kryptowährung dort erst kürzlich zum offiziellen Zahlungsmittel gemacht wurde.

Zum Bild lieferte MBC Begleitfakten, die fast genauso kurios waren. Die Zuschauer wurden über Bruttoinlandsprodukt und Impfquote des jeweiligen Landes informiert. Nachdem es eine Menge Aufregung über die Aktion gab, folgte prompt eine Entschuldigung.

Olympia: TV-Sender entschuldigt sich für Entgleisungen

„Wir entschuldigen uns für die extrem unangemessenen Bilder und Bildtexte“, sagte Geschäftsführer Park Sung Jae im Nachhinein. Es wurden sogar Briefe an die Botschaften einiger Länder geschickt, zudem kündigte Park eine Untersuchung an. Sportlich läuft es für die Südkoreaner gut: Im Medaillenspiegel* rangieren sie mit drei Goldmedaillen auf Platz sieben. Auch Deutschland holte am Dienstag endlich das erste Mal Gold. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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